PRESTIGE

Die Spitze der Qualitätspyramide (abgesehen von Prädikatsweinen) ist die Linie Prestige. Hier findet man den Blaufränkisch Prestige und Blaufränkisch Gourmet: diese ausgewählten Weine kommen von ausgewählten Lagen und aus erlesenen Trauben. Für wahrhaftig große Weine – Grand Vin, wie man sie auf Französisch nennt – ist der Ausbau in Holzfässern unabdingbar. Tannine verändern sich im Laufe der Jahre; sie werden weicher, süßlicher und samtiger und der Wein nimmt während des Ausbaus tertiäre Aromen an. Prestige wird zu einem Drittel in neuen Barrique-Fässern und zu zwei Dritteln in einmal gebrauchten Barrique-Fässern ausgebaut, so dass das Holzaroma nicht zu stark den Wein verdeckt.

Modra frankinja Prestige (Blaufränkisch), 0,75 l

Die Bezeichnung Prestige ist hier am Platz. Prestigevoll in allen Aspekten ist dieser Wein schön und seriös. Es ziemt sich, sich in ihn zu vertiefen und ihm genug Zeit zu geben. Als jeder Grand Vin entwickelt er sich im Glas von Minute zu Minute weiter. Zuerst besticht er durch das tiefleuchtende Rubinrot, sofort danach mit dem Zusammenspiel der Duftnoten: reife Brombeeren, Blaubeeren, Dörrobst und Feigen mit milden Rauchnoten und Geröstetem im Hintergrund, die das Gesamtbild aufgrund des durchdachten Ausbaus in Holzfässern feinwürzig abschließen. Danach verwöhnt er den Mund mit Geschmeidigkeit, Fülle und süßen Tanninen sowie einem Geschmack nach Kaffee und Schokolade im Abgang. Das richtige Maß an reifer Säure verleiht ihm trinkige Frische und kündigt Langlebigkeit an. Nach dem Kauf entweder sofort trinken oder ihn noch mindestens fünf Jahre in der Flasche lassen. 

Zum Essen

Unser Tipp: reiche Rotweine oder über Jahre ausgebaute Rotweine bevorzugen es dekantiert zu werden. Mit dem Prozess des Abgießens des Weines aus der Flasche in eine Dekantierkaraffe erreichen wir zweierlei. Zum einen die Abtrennung der klaren Flüssigkeit von dem Bodensatz, wobei es sich um einen ganz natürlichen Vorgang handelt, der keinen nennenswerten Einfluss auf die Weinqualität hat. Zum anderen führt man dadurch dem Wein Sauerstoff zu, man schenkt ihm Luft zum Atmen. Nachdem er in der Flasche eingeschlossen war, muss er sich öffnen, damit sich die Aromen voll entfalten können, was auch mehrere zehn Minuten dauern kann. Solche Weine erfordern Geduld und einen angemessenen Teller: ein saftiges Beefsteak, ein zarter Braten, knusprig gebacken, der auf der Zunge zergeht, Wildfleisch an Sauce oder gereifter Hartkäse.

Serviertemperatur

Von 16 bis 18 °C

ANFRAGE

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