PRESTIGE

Die Spitze der Qualitätspyramide (abgesehen von Prädikatsweinen) ist die Linie Prestige. Hier findet man den Blaufränkisch Prestige und Blaufränkisch Gourmet: diese ausgewählten Weine kommen von ausgewählten Lagen und aus erlesenen Trauben. Für wahrhaftig große Weine – Grand Vin, wie man sie auf Französisch nennt – ist der Ausbau in Holzfässern unabdingbar. Tannine verändern sich im Laufe der Jahre; sie werden weicher, süßlicher und samtiger und der Wein nimmt während des Ausbaus tertiäre Aromen an. Prestige wird zu einem Drittel in neuen Barrique-Fässern und zu zwei Dritteln in einmal gebrauchten Barrique-Fässern ausgebaut, so dass das Holzaroma nicht zu stark den Wein verdeckt.

Modra frankinja Prestige Gourmet (Blaufränkisch), 0,75 l

Der Unterschied zu Prestige? In der Pflege und Schulung gibt es keinen Unterschied: beide verbringen drei Jahre in Holzfässern. Nach der alkoholischen Gärung oder bereits dazwischen erfolgt die für solche Weine unabdingbare biologische Entsäuerung, bei der die Apfelsäure in die weiche Milchsäure umgewandelt wird. Damit sinkt die Gesamtsäure. Der Wein wird danach auf Feinhefe gelagert, die ihn aromatisch anreichert und ihm Weichheit verleiht. Der Unterschied liegt lediglich in der Traubenauswahl; Gourmet beeindruckt mit speziell ausgelesenen Trauben von den feinsten Lagen in Sremič. Vielleicht können Sie ja den Unterschied bei einer Blindprobe schmecken – ohne zu wissen, welcher sich in welchem Glas befindet. Am besten Sie versuchen das in einer großen, abgerundeten Gesellschaft. In diesem Fall machen Sie sich auf eine faszinierende und lehrreiche Diskussion bereit. Aber nicht alle empfinden den Gourmet unbedingt als besser – über Geschmack streitet man halt nicht. Allerdings hat er alles, was Prestige hat, aber mit mehr Tiefe und einer breiteren Palette von Aromen: auch Pflaumenmarmelade, Pfeffer, Nelken, gerösteter Kaffee usw. Was will man von Blaufränkischen mehr?

Zum Essen

Unser Tipp: Reiche Rotweine oder über Jahre ausgebaute Rotweine bevorzugen es dekantiert zu werden. Mit dem Prozess des Abgießens des Weines aus der Flasche in eine Dekantierkaraffe erreichen wir zweierlei: zum einen die Abtrennung der klaren Flüssigkeit von dem Bodensatz, wobei es sich um einen ganz natürlichen Vorgang handelt, der keinen nennenswerten Einfluss auf die Weinqualität hat. Zum anderen, führt man dadurch dem Wein Sauerstoff zu, man schenkt ihm Luft zum Atmen. Nachdem er in der Flasche eingeschlossen war, muss er sich öffnen, damit sich die Aromen voll entfalten können, was auch mehrere zehn Minuten dauern kann. Solche Weine erfordern Geduld und einen angemessenen Teller: ein saftiges Beefsteak, ein zarter Braten, knusprig gebacken, der auf der Zunge zergeht, Wildfleisch an Sauce oder gereifter Hartkäse.

Serviertemperatur

Von 16 bis 18 °C

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